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Haushalt

Putzplan erstellen – Vorlagen für Familie, Paare & WG (2026)

Putzplan erstellen in 5 Schritten: Vorlagen für Woche, Monat und Jahr, Aufgaben für Kinder, Rotation für WG und Paare, Zeitaufwand, Tipps zum Durchhalten.

Veröffentlicht am 25.03.2026 · Aktualisiert am 18.09.2026 · 16 Min. Lesezeit · hauszettl Redaktion

Kurz & knapp

So erstellst du einen Putzplan, der hält: alle Aufgaben Raum für Raum sammeln, jeder Aufgabe ein Intervall geben (täglich, wöchentlich, monatlich, jährlich), nach Zeitaufwand statt nach Anzahl verteilen, feste Zeitfenster einplanen und den Plan regelmäßig anpassen. Familien beziehen Kinder altersgerecht ein, Paare achten auf den Mental Load, WGs nutzen ein Rotationsmodell. Eine App wie hauszettl zeigt allen den gleichen Stand und vergisst auch seltene Aufgaben nicht.

Inhalt

Wer kennt es nicht: Die Wohnung müsste mal wieder geputzt werden, aber niemand fühlt sich zuständig. Oder eine Person macht fast alles — und ist zunehmend genervt. Ein Putzplan löst genau dieses Problem. Nicht als Kontrollinstrument, sondern als klare Vereinbarung: Wer macht was, wann und wie oft?

In diesem Ratgeber zeigen wir dir, wie du einen Putzplan erstellst, der nicht nach zwei Wochen in der Schublade landet. Du bekommst Vorlagen für den Wochen-, Monats- und Jahresputzplan, altersgerechte Aufgaben für Kinder, Modelle für Paare und WGs, einen ehrlichen Vergleich zwischen Papier, Excel, Whiteboard und App — und Tipps, mit denen du wirklich dranbleibst.

Warum ein Putzplan funktioniert – und warum die meisten nach zwei Wochen scheitern

Ohne Plan passiert in den meisten Haushalten eines von zwei Dingen: Entweder putzt eine Person fast alles und wird frustriert, oder niemand fühlt sich verantwortlich und die Wohnung wird nur vor Besuch aufgeräumt. Beides führt zu Streit.

Ein Putzplan funktioniert, weil er drei Dinge schafft:

  • Klarheit: Jeder weiß, was zu tun ist. Es muss nicht jedes Mal neu verhandelt werden.
  • Fairness: Die Arbeit wird sichtbar — und damit auch, wer wie viel beiträgt.
  • Regelmäßigkeit: Kleine Aufgaben werden erledigt, bevor sie zu großen Aufgaben werden. Wer das Bad jede Woche kurz putzt, muss nie stundenlang Kalk schrubben.

Trotzdem scheitern viele Putzpläne schon nach kurzer Zeit. Die häufigsten Gründe:

  • Zu ambitioniert: Der Plan sieht vor, jeden Tag eine Stunde zu putzen. Das hält im Alltag niemand durch.
  • Zu unkonkret: „Küche machen" kann alles heißen — Geschirr wegräumen oder den Backofen reinigen. Wenn nicht klar ist, was eine Aufgabe umfasst, gibt es Diskussionen.
  • Nicht gemeinsam erstellt: Wer einen Plan vorgesetzt bekommt, fühlt sich nicht daran gebunden.
  • Unsichtbar: Der Plan hängt irgendwo, wo ihn keiner sieht, oder liegt als Datei auf einem einzigen Laptop.
  • Keine Anpassung: Das Leben ändert sich — Schichtdienst, Prüfungsphase, ein neues Baby. Ein Plan, der nie angepasst wird, passt irgendwann nicht mehr.

Die gute Nachricht: Alle diese Probleme lassen sich mit ein bisschen Vorbereitung vermeiden. Wie das geht, zeigen die nächsten Abschnitte.

Putzplan erstellen in 5 Schritten

Schritt 1: Bestandsaufnahme

Geh einmal mit Zettel oder Handy durch die ganze Wohnung — Raum für Raum — und schreib auf, was dort regelmäßig erledigt werden muss. Vergiss dabei nicht die Bereiche, die man leicht übersieht: Flur, Balkon, Keller, Treppenhaus (falls ihr dafür zuständig seid), Mülltonnen, Pflanzen, Haustiere und Geräte wie Geschirrspüler oder Waschmaschine.

Formuliere jede Aufgabe so konkret wie möglich. Statt „Bad putzen" lieber: „Waschbecken, Armaturen und Spiegel reinigen, Toilette putzen, Boden wischen, Handtücher wechseln". So weiß jeder, was „erledigt" bedeutet.

Schritt 2: Häufigkeit festlegen

Ordne jeder Aufgabe ein Intervall zu:

  • Täglich: kurze Handgriffe wie Geschirr, Küche abwischen, Aufräumen
  • Wöchentlich: Bad, Böden, Bettwäsche, Müll
  • Monatlich: Kühlschrank, Backofen, Staubwischen an höheren Stellen, Geräte pflegen
  • Vierteljährlich bis jährlich: Fenster, Vorhänge, Matratzen, Großputz

Die richtige Häufigkeit hängt von deinem Haushalt ab. Mit kleinen Kindern, Haustieren oder vielen Personen muss manches häufiger passieren. Starte lieber mit weniger und erhöhe bei Bedarf, statt dich gleich zu überfordern.

Schritt 3: Aufgaben verteilen

Jetzt kommt der wichtigste Teil: Wer macht was? Grundsätzlich gibt es drei Modelle, die sich auch kombinieren lassen:

  • Feste Zuständigkeiten: Jede Person hat bestimmte Aufgaben oder Räume. Vorteil: klare Verantwortung, man wird schnell routiniert. Nachteil: Kann ungerecht werden, wenn die Aufgaben unterschiedlich aufwändig sind.
  • Rotation: Die Aufgaben wechseln jede Woche. Vorteil: Jeder macht mal alles, auch die unbeliebten Aufgaben. Nachteil: Braucht mehr Organisation.
  • Nach Vorliebe: Jeder übernimmt die Aufgaben, die er am wenigsten stört. Vorteil: höhere Motivation. Nachteil: Die unbeliebtesten Aufgaben bleiben übrig.

Unser Tipp: Verteilt nicht nach Anzahl der Aufgaben, sondern nach Zeit. Zehn Minuten Müll rausbringen und eine Stunde Bad putzen sind nicht dasselbe. Weiter unten findest du eine Tabelle mit Erfahrungswerten, wie lange typische Aufgaben dauern.

Schritt 4: Zeitfenster festlegen

Aufgaben, die „irgendwann diese Woche" erledigt werden sollen, werden oft gar nicht erledigt. Lege deshalb feste Zeitfenster fest — zum Beispiel:

  • Jeden Abend 10 Minuten „Reset" nach dem Abendessen
  • Samstagvormittag eine Stunde für die Wochenaufgaben
  • Erster Sonntag im Monat für die Monatsaufgaben

Feste Zeiten machen das Putzen zur Gewohnheit. Man muss nicht mehr darüber nachdenken, wann es passt.

Schritt 5: Kontrolle und Anpassung

Ein Putzplan ist kein Vertrag für die Ewigkeit. Setzt euch nach zwei bis vier Wochen kurz zusammen und fragt: Was klappt? Was nicht? Ist die Verteilung fair? Sind die Intervalle realistisch? Danach reicht eine kurze Runde alle paar Monate — oder wenn sich im Alltag etwas ändert.

Wichtig: Kontrolle heißt nicht Überwachung. Es geht nicht darum, wer was falsch gemacht hat, sondern ob der Plan noch zu eurem Leben passt.

Wochenputzplan: Vorlage als Tabelle

Der Wochenputzplan ist das Herzstück. Er verteilt die regelmäßigen Aufgaben auf die Wochentage, damit kein Tag überladen ist. Hier eine Vorlage für einen Haushalt mit zwei Erwachsenen und Kindern. Die Namen sind Platzhalter — trag einfach eure eigenen ein.

TagAufgabeDauer (ca.)Wer
MontagBad: Waschbecken, Toilette, Spiegel20 Min.Person A
MontagAltpapier und Restmüll rausbringen5 Min.Kind 1
DienstagStaubsaugen Wohnbereich und Flur20 Min.Person B
MittwochKüche gründlich: Herd, Fronten, Spüle20 Min.Person A
MittwochPflanzen gießen10 Min.Kind 2
DonnerstagWäsche waschen und aufhängen15 Min.Person B
FreitagKühlschrank durchsehen, Reste verwerten, Einkaufsliste15 Min.Person A
SamstagBöden wischen30 Min.Person B
SamstagBettwäsche wechseln (alle zwei Wochen)20 Min.Alle
SonntagKinderzimmer aufräumen20 Min.Kind 1 und 2
TäglichGeschirr, Küche abwischen, Aufräumen10–15 Min.Wechselnd

Die Zeitangaben sind Erfahrungswerte für eine durchschnittliche Wohnung und hängen stark von Größe, Ausstattung und Verschmutzung ab. Passe sie nach der ersten Woche an eure Realität an.

Tipp: Plane mindestens einen Tag pro Woche ohne feste Aufgaben ein. Er dient als Puffer, falls mal etwas liegen geblieben ist.

Monats- und Jahresputzplan: Was seltener, aber regelmäßig ansteht

Neben den wöchentlichen Aufgaben gibt es eine ganze Reihe von Dingen, die nur ab und zu anfallen — und deshalb gerne vergessen werden. Genau dafür ist ein Monats- und Jahresputzplan da.

AufgabeIntervall
Kühlschrank innen auswischenMonatlich
Mikrowelle und Backofen reinigenMonatlich
Sieb im Geschirrspüler reinigenWöchentlich bis monatlich
Geschirrspüler im Leerlauf reinigenMonatlich
Flusensieb der Waschmaschine reinigenMonatlich bis vierteljährlich
Staubwischen an hohen Stellen (Schränke, Lampen)Monatlich
Mülleimer auswaschenMonatlich
Waschmaschine entkalkenJe nach Wasserhärte alle 1 bis 12 Monate
Fenster putzenVierteljährlich
Heizkörper reinigenVor der Heizsaison
Dunstabzugshaube: Filter reinigen oder tauschenVierteljährlich
Matratzen absaugen und lüftenHalbjährlich
Vorhänge und Gardinen waschenHalbjährlich
Kleiderschrank ausmistenJährlich
Großputz (Frühjahrsputz)Jährlich

Wie du Geschirrspüler und Waschmaschine richtig pflegst, erfährst du ausführlich in unseren Ratgebern Geschirrspüler reinigen und Waschmaschine entkalken. Und wenn einmal im Jahr alles dran ist, hilft dir unsere Frühjahrsputz-Checkliste Raum für Raum.

Genau diese seltenen Aufgaben sind der Grund, warum viele Papier-Putzpläne scheitern: Auf einem Wochenplan haben sie keinen Platz, und in einer separaten Liste vergisst man sie. In hauszettl legst du jede Aufgabe einmal mit ihrem Intervall an — wöchentlich, monatlich, vierteljährlich oder jährlich. Die App berechnet, wann sie wieder fällig ist, zeigt fällige und überfällige Aufgaben übersichtlich an und merkt sich, wann zuletzt geputzt wurde. Du kannst jeder Aufgabe eine zuständige Person und den geschätzten Aufwand zuordnen. Und wenn eine Aufgabe Material braucht, etwa Entkalker oder Backofenreiniger, landet es mit einem Tipp auf der gemeinsamen Einkaufsliste.

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Putzplan für Familien mit Kindern: altersgerechte Aufgaben

Kinder können viel früher im Haushalt mithelfen, als viele Eltern denken. Es geht dabei nicht darum, Arbeit abzugeben, sondern darum, dass Kinder Verantwortung lernen und sich als Teil der Familie erleben. Die folgende Übersicht ist eine Orientierung — jedes Kind ist anders, und du kennst deins am besten.

AlterGeeignete Aufgaben
Ab 3 JahrenSpielzeug in Kisten räumen, Socken sortieren, Servietten auf den Tisch legen, schmutzige Wäsche in den Wäschekorb bringen, Pflanzen mit kleiner Gießkanne gießen
Ab 6 JahrenTisch decken und abräumen, eigenes Zimmer aufräumen, Bett machen, Besteck aus dem Geschirrspüler räumen, Staub wischen an erreichbaren Stellen, Haustiere füttern
Ab 10 JahrenStaubsaugen, Müll rausbringen und trennen, Geschirrspüler ein- und ausräumen, Wäsche zusammenlegen, einfache Mahlzeiten mit vorbereiten, Waschbecken putzen
Ab 14 JahrenBad putzen, Wäsche waschen, Böden wischen, eigenständig einfache Gerichte kochen, kleinere Einkäufe erledigen, eigenes Zimmer komplett selbst pflegen

Ein paar Tipps, damit es klappt:

  • Nicht Perfektion erwarten. Wenn die Gabel falsch liegt oder das Bett nicht glatt ist — egal. Das Kind hat mitgemacht, das zählt.
  • Zeigen, nicht nur sagen. Mach die Aufgabe die ersten Male gemeinsam, bevor dein Kind sie allein übernimmt.
  • Sichtbar machen. Für kleinere Kinder funktionieren Bilder oder Symbole statt Text. Ältere Kinder sehen ihre Aufgaben gern auf dem eigenen Handy.
  • Loben statt kontrollieren. Anerkennung motiviert mehr als Kritik.
  • Aufgaben mitwachsen lassen. Was mit sechs Jahren schwierig ist, ist mit acht Routine. Passe den Plan regelmäßig an.

Putzplan für Paare: gerechte Aufteilung ohne Streit

In vielen Beziehungen ist der Haushalt eines der häufigsten Streitthemen. Oft nicht, weil einer gar nichts macht, sondern weil die Arbeit unsichtbar ist — und damit auch die Ungerechtigkeit.

Mental Load: die unsichtbare Arbeit

Mental Load bezeichnet die gedankliche Arbeit hinter dem Haushalt: daran denken, dass das Waschmittel fast leer ist. Wissen, wann die Bettwäsche zuletzt gewechselt wurde. Merken, dass der Kühlschrank mal wieder dran ist. Diese Arbeit taucht auf keinem Putzplan auf — und bleibt oft an einer Person hängen, selbst wenn die eigentlichen Aufgaben fair verteilt sind.

Ein guter Putzplan nimmt diese Last ab, weil er das Erinnern übernimmt. Wenn im Plan steht, dass der Kühlschrank jeden Monat dran ist und wer zuständig ist, muss niemand mehr daran denken und niemand muss den anderen daran erinnern.

So teilt ihr gerecht auf

  • Alles aufschreiben. Auch die „kleinen" Dinge wie Geschenke besorgen, Arzttermine machen, Einkaufsliste führen.
  • Nach Zeit verteilen, nicht nach Anzahl. Jede Person sollte ungefähr gleich viel Zeit investieren — unter Berücksichtigung der Arbeitszeiten außer Haus.
  • Verantwortung komplett übergeben. Wer für eine Aufgabe zuständig ist, ist auch fürs Daran-Denken zuständig. Nicht: „Sag mir, wenn ich den Müll rausbringen soll."
  • Präferenzen nutzen. Wenn einer lieber kocht und der andere lieber Wäsche macht — wunderbar. Unbeliebte Aufgaben wie Bad oder Backofen dagegen im Wechsel erledigen.
  • Rotation für Ungeliebtes. Wöchentlicher oder monatlicher Wechsel bei den Aufgaben, die keiner mag.
  • Standards absprechen. Was bedeutet „sauber"? Wenn einer mit „Oberflächen abgewischt" zufrieden ist und der andere „inklusive Fugen" meint, gibt es Streit. Klärt das vorher.
  • Regelmäßig nachjustieren. Einmal im Monat kurz besprechen, ob die Verteilung noch passt — ohne Vorwürfe.

Putzplan für die WG: Rotationsmodell und Umgang mit Konflikten

In WGs ist ein Putzplan fast unverzichtbar. Mehrere Menschen mit unterschiedlichen Tagesabläufen und Sauberkeitsvorstellungen teilen sich Küche, Bad und Flur. Das eigene Zimmer ist meist Privatsache — der Putzplan betrifft die Gemeinschaftsbereiche.

Das Rotationsmodell

Das bewährteste Modell in WGs ist die wöchentliche Rotation: Die Gemeinschaftsaufgaben werden in feste Bereiche aufgeteilt, und jede Woche übernimmt jede Person einen anderen Bereich.

Rotation für 3 Personen:

WocheKücheBadFlur und Müll
1Person APerson BPerson C
2Person CPerson APerson B
3Person BPerson CPerson A

Rotation für 4 Personen:

WocheKücheBadFlur und BödenMüll und Vorräte
1Person APerson BPerson CPerson D
2Person DPerson APerson BPerson C
3Person CPerson DPerson APerson B
4Person BPerson CPerson DPerson A

Nach drei beziehungsweise vier Wochen beginnt der Zyklus von vorn. So hat jede Person jeden Bereich gleich oft.

Umgang mit Konflikten

  • Mindeststandard definieren. Schreibt für jeden Bereich auf, was dazugehört. „Küche" heißt zum Beispiel: Arbeitsflächen, Herd, Spüle, Boden, Mülleimer leeren.
  • Tauschen erlauben. Wer eine Woche verreist ist, tauscht mit jemandem. Wichtig ist nur, dass es abgesprochen und im Plan vermerkt wird.
  • Direkt, aber freundlich ansprechen. Ein kurzes Gespräch ist besser als ein passiv-aggressiver Zettel am Kühlschrank.
  • WG-Treffen einplanen. Einmal im Monat kurz zusammensetzen und klären, was gut läuft und was nicht.
  • Gemeinsame Kasse für Putzmittel. Spülmittel, Müllbeutel und Toilettenpapier werden gemeinsam gekauft — das vermeidet Diskussionen darüber, wer immer nachkauft.

Putzplan selber machen: Papier, Excel, Whiteboard oder App

Wo du deinen Putzplan führst, ist fast so wichtig wie sein Inhalt. Jede Variante hat ihre Stärken — hier der ehrliche Vergleich.

VarianteVorteileNachteileGut geeignet für
Papier am KühlschrankSofort startklar, für alle sichtbar, auch für kleine Kinder verständlichNur zu Hause sichtbar, keine Erinnerungen, muss regelmäßig neu geschrieben werden, seltene Aufgaben gehen unterKleine Haushalte, Familien mit kleinen Kindern
Excel oder Tabellen-AppFlexibel, Vorlagen lassen sich wiederverwenden, kostenlosAuf dem Handy unpraktisch, keine automatischen Erinnerungen, oft nur eine Person pflegt die DateiMenschen, die gern mit Tabellen arbeiten
WhiteboardLeicht änderbar, gut sichtbar, abhaken macht SpaßNur zu Hause sichtbar, Einträge verschwinden versehentlich, keine HistorieFamilien und WGs mit gemeinsamem Treffpunkt
AppAuf allen Handys sichtbar, seltene Aufgaben werden nicht vergessen, Historie, wer was wann gemacht hatAlle müssen die App nutzen, kurze Einrichtung nötigFamilien, Paare und WGs mit unterschiedlichen Tagesabläufen

Unser ehrliches Fazit: Für den Einstieg ist Papier völlig in Ordnung — Hauptsache, ihr fangt an. Sobald aber mehrere Personen mit unterschiedlichen Zeitplänen beteiligt sind oder monatliche und jährliche Aufgaben dazukommen, spielt eine App ihre Stärken aus.

Das ist genau der Grund, warum wir hauszettl gebaut haben: Aufgaben mit Intervall, zuständiger Person und Aufwand anlegen, fällige Aufgaben auf einen Blick sehen und abhaken — und die ganze Familie sieht den gleichen Stand, egal wer gerade wo ist. Benötigtes Putzmittel landet auf der gemeinsamen Einkaufsliste, und die Kosten fließen in die Ausgabenübersicht. Die App ist kostenlos und ohne Werbung.

Wie lange dauert was? Zeitaufwand pro Aufgabe

Um Aufgaben fair nach Zeit verteilen zu können, musst du ungefähr wissen, wie lange sie dauern. Die folgenden Angaben sind Erfahrungswerte für eine durchschnittliche Wohnung — keine Messwerte. Sie hängen stark von Größe, Ausstattung, Verschmutzung und Übung ab. Am besten stoppst du die ersten Male selbst mit.

AufgabeZeitaufwand (Erfahrungswert)
Geschirrspüler ein- oder ausräumen5–10 Min.
Küche nach dem Kochen abwischen5–10 Min.
Müll rausbringen und trennen5 Min.
Bad: Waschbecken, Toilette, Spiegel15–20 Min.
Bad gründlich inklusive Dusche und Boden30–45 Min.
Staubsaugen, ganze Wohnung20–40 Min.
Böden wischen, ganze Wohnung20–40 Min.
Bettwäsche wechseln, ein Bett10–15 Min.
Wäsche waschen, aufhängen, zusammenlegen30–45 Min. pro Ladung, verteilt
Kühlschrank ausräumen und auswischen20–30 Min.
Backofen reinigen30–60 Min. inklusive Einwirkzeit
Fenster putzen, pro Fenster10–15 Min.
Staubwischen, ganze Wohnung20–30 Min.

Rechnest du die Wochenaufgaben zusammen, kommst du je nach Haushalt schnell auf mehrere Stunden pro Woche. Umso wichtiger ist es, diese Zeit fair zu verteilen — und nicht alles auf einen Tag zu legen.

Putzen nach Plan durchhalten: 8 Tipps, die wirklich helfen

Einen Putzplan zu erstellen ist der leichte Teil. Die eigentliche Herausforderung ist, ihn auch nach Wochen und Monaten noch zu nutzen. Diese acht Tipps helfen dabei:

  1. Klein anfangen. Starte mit den wichtigsten Wochenaufgaben. Wenn das nach ein paar Wochen läuft, kommen Monats- und Jahresaufgaben dazu.

  2. Gemeinsam erstellen. Wer bei der Planung mitreden durfte, hält sich eher daran. Das gilt für Partner, Mitbewohner und Kinder gleichermaßen.

  3. Feste Zeiten statt „irgendwann". Ein fester Termin — etwa Samstag um zehn — macht aus einer lästigen Pflicht eine Gewohnheit.

  4. Die 10-Minuten-Regel. Jeden Abend zehn Minuten gemeinsam aufräumen verhindert, dass sich Chaos ansammelt. Mit Musik geht es schneller.

  5. Sichtbar machen. Der Plan muss dort sein, wo alle ihn sehen — am Kühlschrank oder auf jedem Handy.

  6. Abhaken. Erledigte Aufgaben sichtbar abzuhaken ist befriedigend und zeigt allen, wer was beigetragen hat.

  7. Flexibel bleiben. Wenn jemand krank ist oder eine stressige Woche hat, springt jemand anderes ein. Kein Putzplan sollte zum Konflikt führen.

  8. Regelmäßig nachjustieren. Alle paar Monate kurz prüfen, ob die Verteilung noch fair ist und die Intervalle passen. Ein Plan, der zu eurem Leben passt, wird auch genutzt.

Wenn du deinen ganzen Haushalt — nicht nur das Putzen — besser organisieren willst, lies weiter in unserem Ratgeber Haushalt organisieren.

Weiterführende Tipps

Fazit: Einfach anfangen

Ein Putzplan muss nicht perfekt sein. Er muss nur existieren — und zu eurem Alltag passen. Sammle alle Aufgaben, leg realistische Intervalle fest, verteile nach Zeit statt nach Anzahl, plane feste Zeitfenster ein und passe den Plan regelmäßig an. Ob auf Papier, am Whiteboard oder in einer App: Hauptsache, ihr fangt an. Nach ein paar Wochen ist es Routine.

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Häufige Fragen

Wie erstelle ich einen Putzplan?
In fünf Schritten: Erstens alle Aufgaben Raum für Raum sammeln und konkret formulieren. Zweitens jeder Aufgabe ein Intervall geben. Drittens die Aufgaben nach Zeitaufwand fair verteilen. Viertens feste Zeitfenster festlegen. Fünftens den Plan nach zwei bis vier Wochen gemeinsam überprüfen und anpassen.
Wie oft sollte man welche Räume putzen?
Als Orientierung: Küche täglich kurz abwischen und einmal pro Woche gründlich, Bad wöchentlich, Staubsaugen ein- bis zweimal pro Woche, Böden wischen wöchentlich, Kühlschrank und Backofen monatlich, Fenster etwa vierteljährlich. Mit Kindern oder Haustieren oft häufiger.
Wie teilt man den Putzplan in einer WG gerecht auf?
Am besten mit einem Rotationsmodell: Die Gemeinschaftsbereiche (zum Beispiel Küche, Bad, Flur und Müll) werden aufgeteilt, und jede Woche übernimmt jede Person einen anderen Bereich. Dazu einen Mindeststandard pro Bereich festlegen, Tauschen erlauben und einmal im Monat kurz besprechen, ob alles passt.
Welche Aufgaben können Kinder im Haushalt übernehmen?
Ab etwa 3 Jahren zum Beispiel Spielzeug aufräumen und Socken sortieren, ab 6 Jahren Tisch decken und das eigene Zimmer aufräumen, ab 10 Jahren Staubsaugen und Müll rausbringen, ab 14 Jahren Bad putzen, Wäsche waschen und einfache Gerichte kochen. Das ist eine Orientierung, jedes Kind ist anders.
Was ist der Unterschied zwischen Wochen- und Monatsputzplan?
Der Wochenputzplan verteilt die regelmäßigen Aufgaben wie Bad, Böden, Müll und Wäsche auf die Wochentage. Der Monatsputzplan sammelt Aufgaben, die seltener anfallen, etwa Kühlschrank, Backofen, Geräte pflegen oder Staubwischen an hohen Stellen. Ergänzt wird beides durch einen Jahresplan für Fenster, Vorhänge oder den Großputz.
Gibt es eine kostenlose Putzplan-App?
Ja. hauszettl ist kostenlos und ohne Werbung: Du legst Aufgaben mit Intervall, zuständiger Person und Aufwand an, siehst fällige Aufgaben auf einen Blick und teilst alles mit deiner Familie. Benötigtes Putzmittel landet auf der gemeinsamen Einkaufsliste. Daneben gibt es weitere Apps, oft mit kostenloser Basisversion.
Wie lange dauert ein kompletter Hausputz?
Das hängt stark von Größe, Ausstattung und Verschmutzung ab. Als Erfahrungswert braucht ein gründlicher Wochenputz einer Wohnung mehrere Stunden, ein kompletter Großputz inklusive Fenster, Schränke und Geräte eher ein ganzes Wochenende. Verteilt auf feste Zeitfenster und mehrere Personen wird der Aufwand deutlich überschaubarer.

hauszettl Redaktion

Praktische Tipps für deinen Haushalt.